Award Corporate Communications® 2014 geht an Eclat/Rod Kommunikation für SBB und Swiss Life
Die Award-CC Gewinner 2014 stehen fest: Die Integrierten Kommunikationsprojekte von Eclat/Rod Kommunikation für SBB und Swiss Life wurden gestern Abend, 11. September 2014 im Rahmen der zehnten Preisverleihung von der Fachjury aus renommierten Kommunikationsspezialisten ausgezeichnet. Dem 10-Jahre-Jubiläum gebührend war der Schöpfer des Pokals - der Tessiner Pedro Pedrazzini - anwesend, während der Preissponsor news aktuell die begehrten «Communicators»-Trophäen den Gewinnern überreichte.
Der diesjährige Award Corporate Communications® prämiert die Projekte «Eclat/Rod Kommunikation - Integrierte Kommunikation SBB» sowie «Swiss Life Zürich - Transformationskommunikation in drei Akten» als hervorragende Beispiele für eine sowohl vernetzte wie leistungsfähige Unternehmenskommunikation. Die Kampagne der SBB besticht unter anderem durch die konsequente, aber auch hoch kreative Vernetzung von Formen, Medien und Botschaften der Unternehmenskommunikation. Das Projekt von Swiss Life zeichnet sich durch seine ausgeprägte Dialogorientierung aus, die dazu geführt hat, dass man auf das Kommunikationspotential der Beteiligten und Erkenntnisse auch aus anderen Disziplinen wie der Mediation gesetzt hat.
Dr. Bettina Bickel, Award-CC Jury-Präsidentin über die Eingaben und die beiden Siegerprojekte: «Der diesjährige Jahrgang der Eingaben spiegelt die Entwicklung, aber auch die aktuellen Tendenzen, Risiken und Chancen einer vernetzten Corporate Communications in exzellenter Art». Weitere Nominierte dieses Jahr waren: Heads für AMAG, Flughafen Zürich und LST Schenker für Wolfisberg Tor-Technik.
Nebst der Verleihung der Awards standen der gemütliche Austausch zwischen Exponenten der Kommunikationsbranche sowie eine unterhaltsame Preisgala im Mittelpunkt des Abends. Pedro Pedrazzini skizzierte dem Publikum, wie er vor zehn Jahren die «Communicators»-Trophäe entwarf. Der Jungmusiker Julian Pollina alias Faber verzauberte das Publikum mit seinem eigens für das 10-Jahre-Jubiläum komponierten Song «Award-CC» in Anlehnung an seinen Originaltitel «Bleib dir nicht treu».
«Wir möchten uns bei all unseren Sponsoren, den Bewerbern, Nominierten und dem Publikum für diesen tollen gestrigen Abend bedanken und gratulieren den Preisträgern nochmals ganz herzlich», fasst Initiator Roland Bieri den 10. Award Corporate Communication® zusammen.
Seit einigen Wochen sind Gespräche mit renommierten Instituten und Organisationen über mögliche Kooperationen und die weitere Zukunft des nationalen Branchenpreises Award Corporate Communications® im Gang, wobei die Initianten und Organisatoren zum gegebenen Zeitpunkt über die Beschlüsse informieren werden. Eines steht jedoch schon heute fest: 2015 findet der nächste Award Corporate Communications® statt.
Zur Medienmitteilung bei news aktuell als Download mit Bildern.
Laudatio 10. Preisverleihung Award Corporate Communications® am 9. September 2014 im Metropol Zürich, gehalten, von Prof. Dr. Peter Stücheli-Herlach, Forscher, Berater, Bildner für öffentliche Kommunikation, Professor für Organisationskommunikation, Zürcher Fachhochschule, Mitglied der neutralen Fachjury (www.stuecheli.com)
Liebe Award-Nominierte und Award-Trägerinnen und -TrägerGeschätzte Präsidentin der Jury, liebe Jury-Mitglieder und Veranstalter
Liebe alle, Ihr coolen Kolleginnen und Kollegen aus der Branche
Im Namen der unabhängigen und ehrenamtlichen Jury an dieser Stelle ein paar Worte von meiner Seite her zur Würdigung der beiden erstprämierten Projekte.
Ihr habt es uns als Jury nicht einfach gemacht: 25 Eingaben, die wir nicht nur zu prüfen hatten, sondern gerne, mit Interesse und auch fasziniert geprüft haben. Fünf Eingaben, die daraus hervorstachen. Natürlich, weil sie die Grundanliegen der integrierten Unternehmenskommunikation gut verstanden und sehr professionell umgesetzt haben. Aber auch, weil sie das alles mit geballter Kreativität interpretiert haben, mit konsequenter Systematik, reflektiertem Wissen und einem eindrücklichen handwerklichen Können.
Trotzdem mussten wir uns entscheiden und zu diesem Zweck auch präzise klären, was das Wichtigste ist für diesen Award. Wenn wir von "integrierter Unternehmenskommunikation" reden, dann meinen wir damit: eine vernetzte und leistungsfähige Unternehmenskommunikation.
Auf der einen Seite zeichnen wir vernetzte Lösungen aus: Das heisst, wir suchen nach Kommunikationsleistungen, an denen immer mehrere Unternehmensbereiche, sowohl intern wie extern orientierte, und mehrere Hierarchie-Ebenen auf mehreren medialen Plattformen beteiligt sind. Projekte also, die mehrstimmig, mehrdeutig, medienkonvergent und über mehrere Phasen hinweg so funktionieren, dass Mehrwerte entstehen. Auf Einzelmassnahmen konzentrierte Projekte, Werbung für einzelne Angebote oder spezifische politische Anliegen für ganz bestimmte Situationen oder Arenen mögen sehr gut gemacht sein alle Achtung! doch sie entsprechen nicht den Kriterien dieses Awards.
Auf der anderen Seite zeichnen wir leistungsfähige Projekte aus: Das heisst, wir suchen unter den Lösungen besonders jene, deren Vernetzung nicht beliebig in alle Richtungen, sondern gezielt erfolgt und die deshalb ebenso sinnvoll wie wirkungsvoll ist. Wichtig sind uns also kommunikative Schlüssellösungen für Schlüsselbotschaften in Bezug auf Schlüsselgeschäfte von Unternehmen. Und wir achten darauf, dass all diese Schlüssel auch gut verknüpft werden zu einer Art Schlüsselbund, der dann ganz viele Türen zu Anspruchsgruppen öffnet, und dies möglichst rasch, elegant, mal eher laut, mal eher leise, wie es der gute Ton eben erfordert.
Auf all das achten wir, in der Konzeption ebenso wie in der Realisierung, hinsichtlich der Wirkung wie auch des Gesamteindrucks.
Diesbezüglich haben alle fünf Nominierten in jeweils unterschiedlichen Aspekten überzeugt. Dazu gratuliere ich im Namen aller meiner Fachkolleginnen und -kollegen in der Jury ganz herzlich!
Zwei der Preisträger erhalten zusätzlich den auch im Wortsinne ansehnlichen Award.
Denn eindeutig «A bigger bang» war die Eingabe von Eclat und Rod Kommunikation zusammen mit den SBB: Sie hat die Jury noch mehr in Takt versetzt und ihre Herzen noch höher schlagen lassen. Denken wir an die Ausgangslage: Was kann man noch sagen übers Eisenbahnfahren und über Bahnhöfe in unserem Land? In einem Land also, in dem sich schon ein berühmter Schriftsteller (Peter Bichsel) zum Sprachrohr der SBB machte? In einem Land, in dem ein berühmter Bundesrat (Moritz Leuenberger) zum Maskottchen der SBB geworden ist? In einem Land, in dem wir von Kindesbeinen an über uns sagten, trällerten und sangen: "Der Kluge reist im Zuge" ..? Das Unmögliche wurde jetzt möglich, im prämierten Projekt der beiden Agenturen und der SBB. Und das Unmögliche wurde darin auch gleich zum Slogan gemacht: "unterwegs zuhause". Diese Botschaft ist nicht nur eine witzige Idee ... es ist vielmehr ein intelligenter Plot für eine fulminante bereichs-, medien-, genre-, hierarchie und auch agentur-übergreifende Inszenierung. Besonders gelungen erschien der Jury die dramaturgische Entfaltung verschiedener Kommunikationsformen, also die Erzählung, die Variation, die Steigerung, Erklärung und Vertiefung des Plots über die Zeit hinweg. Bravo und herzliche Gratulation!
«Swiss Life»: Dass die integrierte Unternehmenskommunikation in der Schweiz lebt und sogar auf lebendige Art! hat das zweite Award-prämierte Projekt bewiesen. Die Swiss Life-Kollegen haben den einen Fehler nicht gemacht, den man nicht machen darf: Nämlich eine Story erzählen zu wollen auch dann, wenn man noch gar keine Story hat. O, wie ist das klug und wohltuend gerade für jene, die Storytelling lieben! Swisslife wählt den anderen Königsweg integrierter Unternehmenskommunikation, nämlich den Dialog. Denn das Vorhaben, aus dem bekannten Lebensversicherer mit dem Schweizer- kreuzli beziehungsweise früher noch mit den Kantonswäppli einen modernen Anbieter umfassender Vorsorge- und Finanzlösungen zu machen, ist auf bis zu fünf Jahre angelegt, es ist ein «ongoing project», es muss erst noch mit Inhalten und Leben gefüllt werden. Deshalb heisst vernetzt und leistungsfähig zu kommunizieren hier, Gespräche zu lancieren. Und dies über Hierarchien, Situationen, Events, Themen und einzelne Publika hinweg. Hier wird Kommunikation gestaltet als Entwicklungs-, Lern- und Einigungsprozess, als Medialisierung eines Gesprächs, als Meditation für Beteiligte und als Mediation verschiedener Anspruchsgruppen zugleich. Vernetzt und leistungsfähig gemacht hat dieses Projekt zudem auch die Entscheidung, Wissen aus anderen Disziplinen der Organisationskommunikation und Unternehmensführung zu nutzen. Toll, das Ganze, schade, dass wir nicht selber dabei sein konnten schön, dass Ihr vom Siegerteam heute hier seid und den Award in Empfang nehmen könnt! Herzliche Gratulation!
Ich bedanke mich im Namen der Jury bei den Veranstaltern wie auch bei allen Kolleginnen und Kollegen, die sich mit Eingaben beteiligt haben. Ich danke dafür, dass wir uns vernetzt haben für diese ernsthafte Auseinandersetzung mit integrierter Unternehmenskommunikation. Ich meine doch: Es hat sich sehr gelohnt!
Herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit.
Eclat / ROD Kommunikation für SBB AG.
Flughafen Zürich AG.
Heads Corporate Branding für AMAG.
LST Schenker AG für Wolfisberg Tor-Technik AG.
Swiss Life AG.